Neue Route – Tag 60

So, es ist soweit, das ‚Nichtstun‘ hat ein Ende 🙂

Morgen schlage ich eine neue Route auf einem alten Weg ein 🙂 Ich kehre zurück in ein bekanntes Büro, an einen neuen Platz mit einer neuen Aufgabe. Ich freue mich sehr. Ehrlich. Nur anscheinend die Agentur für Arbeit nicht. Habe zwei Nachrichten versandt, dass ich ab dem 15.10. wieder arbeite und es kommt keine Rückmeldung. Aber ist ja nicht so, dass die Agentur viel agieren musste mit mir.

Nun, 2,5 Monate sind ins Land gezogen und nun stehen noch genau 2,5 Monate aus bis auch 2012 zuende geht. Manchmal habe ich das Gefühl ich habe sehr viel erlebt dieses Jahr, aber die Ausgangssituation hat sich überhaupt nicht verändert. Und dann gibt es doch wieder lichte Momente, in denen ich merke, dass vielleicht die äußeren Umstände nicht wirklich anders sind, aber doch die Gedanken und Gefühle dahinter. Und bekanntlich entwickelt sich ja im Aussen das, war wir im Inneren mit uns tragen.

Mein Wunsch oder meine Herausforderung für zumindest erstmal die nächsten 2,5 Monate bis Jahresende sind: Etwas vom ENTSPANNT- und LOSGELÖSTSEIN im Alltag beibehalten, mehr MACHEN und weniger nachdenken, ZUFRIEDEN und SELBSTBESTIMMT bleiben, mehr israelischen WEIN trinken, neue LEUTE kennenlernen, sparen für neue REISEN in 2013, mich nicht vom ‚keine-Zeit-Gedanken‘ fesseln lassen, mehr TANZEN gehen, mit LEICHTIGKEIT geniessen, EHRLICH SEIN, vor allem mit mir selbst, interkulturelle Trainings geben und mich den Themen widmen, die mir wirklich wichtig sind, DANKBAR sein für alles, was ist.

Ist das jetzt das Ende zum Neuanfang? Ich weiss ehrlich gesagt noch nicht, ob ich den Blog weiterführen werde. Vielleicht gibt es irgendwann ein neues Format im Rahmen von Coaching & Training, vielleicht gibt es auch demnächst weiterhin viel zu erzählen. Warten wir es einfach ab!

Zum Abschluss ein bisschen Musik für Euch aus dem neuen Album von Yasmin Levy, das -welch ein zu-Fall!- ‚Libertad‘, also ‚Freiheit‘ heisst!

Neue Route – Tag 1

So, es ist soweit. Heute ist mein 1. offizieller Tag, an dem ich nicht mehr in einem Arbeitsverhältnis stehe. Mein Vertrag mit meiner alten Firma endete gestern. Ab jetzt: Nur ich!
Wie sich das anfühlt? Eigentlich wie Urlaub, nur noch ein Stück freier und entspannter, weil es vorerst kein Enddatum gibt. Nicht dieses ‚Hach, nur noch 2 Tage Urlaub und dann geht der Wahnsinn wieder los…‘ Eigentlich ein sehr geniales Gefühl 🙂
Probiert es doch mal aus! *grins*

Das Wort des Tages ist: Verantwortung.
Lustig, ‚ver-antworten‘. Also antworten. Antworten auf eine Aktion oder Handlung. Antworte ich gerne oder eher nicht? Antworten wir dann freiwillig, mit einer Re-Aktion oder erneuten Handlung? Tun wir das gerne?
Also ich dachte immer, ich bin gut mit Verantwortung. Aber ich glaube, bisher habe ich das nur im Rahmen einer Firma gelernt, wenn ich meine Handlungen im Rahmes eines Jobs ver-antworte. Da gibt es Regeln an die man sich halten kann, Standards, Prozeduren usw. Aber im eigenen Leben? Gibt es da Regeln und Prozeduren? Wenn ja, wann und wie habe ich diese festgelegt? Dienen sie mir oder sind sie eher hinderlich? Gehe ich da gerne in die Verantwortung oder meide ich eher verantwortungsvolle Dinge? Vielleicht sollte ich dann mal über meine Regeln und Prozeduren (=Muster) nachdenken und schauen, wie sie mich fördern oder hindern.
Und wie ist das bei Euch so? Was (ver)antwortet Ihr? Gerne oder ungerne?

Gebührend begehe ich diesen Tag mit einer runden Geburtstagsfeier in der Familie. Wie passend! Welch ein Zufall! 🙂

 

Freiheit

Auszug aus einer E-Mail an einen guten Freund letzte Woche:

„Ich weiss aber auch, dass es Leere und ‚große Stille‘ geben wird. Das kann entweder sehr entspannend/meditativ werden, wenn ich es aushalten kann oder sehr sehr beängstigend, wenn ich in Panik über Zukunft und Geld verfalle. Ich versuche momentan es als Herausforderung und Lernprojekt zu sehen, vllt mache ich sogar einen Projektblog darüber.“ (Anm. d. Red.: Aha! Gute Idee!) „Mein Ziel ist die Leere/Stille aushalten zu können und mich einfach dem Universum anzuvertrauen, was mir m.M.nach noch zu wenig gelingt. Also visuell gesprochen sehe ich da einen riesengroßen See und ich stehe am Ufer und höre nur das Schilf rauschen. Total schön, ich kann mich selbst atmen hören, so ruhig ist es, aber die Grenze zu ‚Warum ist hier niemand? Ich bin verlassen/verloren!‘ ist sehr sehr haarscharf. Spannend!“