Urlaub – Tag 10

Eine weitere Blockade, diesmal im Internet. O2 hatte da wohl leichte Probleme und ich somit keine Möglichkeit gestern abend noch einen Blogeintrag zu schreiben.
Lustig, das mit den Blockaden. Kaum wird Occupy Frankfurt geräumt, treten überall andere Blockaden auf. Naja, das Universum muss sich ja irgendwie ausgleichen.

Tjal, so viel zum Thema ‚Nichtstun‘. Gestern war ich den halben Tag in der Stadt, heute werde ich den halben Tag in Darmstadt sein, ich habe kaum was für den Flohmarktverkauf am kommenden Samstag organisiert. Kenne ich zu viele Leute? Habe ich zu viele Verabredungen? Bringt mich das weiter auf meinem Weg?
Also generell würde ich argumentieren, dass ich ja gerne unterwegs bin, also macht mich das glücklich. Zumal ich dabei auch immer liebe Menschen treffe und meistens guten Kaffee trinke und irgendwas Leckeres esse. Also doppelt glücklich. Und wenn ich glücklich bin, fluppen viele Dinge einfacher.

Oder?

Gleichzeitig trete ich mir virtuell in das Hinterteil und denke ‚Du hast diese Woche nichtmal nach Jobs gesucht!‘. ‚Du hättest die Liste mit einen To Dos schon längst abgearbeitet haben können!‘.
Druck und Stress. Lieber nicht so lange schlafen, sonst fühle ich mich womöglich noch faul. Irgendwas Sinnvolles machen heute. Aber was zählt als sinnvoll genug, das es mir den Tag am Ende voller Sinn erscheinen lässt. Was hat Sinn und was nicht? Wer legt das fest? Wieso kann ich nicht einfach rumliegen, lesen, entspannen und mich freuen, dass ich in der einmaligen Lage dazu bin?
Weil es in meinem Kopf keinen Sinn macht? Weil dann der Tag nicht sinnvoll verlebt ist?

‚Verleben‘. Auch so ein tolles deutsches Wort. ‚Ver-leben‘. Bei ‚ver-‚ denke ich an ‚vergessen‘, ‚verlassen‘, irgendwas mit Defizit, wo was fehlt. ‚Einen Tag verleben‘. Könnte dann auch bedeuten, dass man den Tag irgendwie rumgebracht hat, aber weder intensiv, weder  sinnvoll, noch glücklich.
Ich stelle also fest, dass das mit dem Nichtstun und dem Entspannen, mal abschalten, gar nicht so einfach ist. Und gleichzeitig denke ich ‚Ich bin teils überfordert mit dem bisschen Freizeitstress. Was sollen Leute sagen, die 60+ Stunden pro Woche arbeiten?‘
Ganz ehrlich: ich weiss es nicht und ich kann es mir auch nicht vorstellen. Selbst 40 Stunden pro Woche dasselbe tun finde ich anstrengend. Vielleicht waren meine Jobs zu wenig abwechslungsreich. Vielleicht bin ich zu verwöhnt.

Also, Ziel für den Rest der Woche: Aaaaaalles entspannt sehen und Nichtstun nichts tun sein lassen.

 

 

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