Neue Route – Tag 12

Heute mal nichts von mir, sondern was kopiertes, aber ich fand’s schön und hätte es selbst nicht besser schreiben können *räusper*….

Ein Dankeschön an die Autoren von www.zeitzuleben.de und deren tollen Newsletter, der jeden Sonntag erscheint!

„Stephen Covey – der Autor eines meiner Lieblingsbücher, „7 Wege zur Effektivität“ –, sieht das mit der Liebe übrigens anders.

Er schreibt: Liebe ist ein Verb.

Und was er damit sagen will, ist, dass Liebe dadurch entsteht und sichtbar wird, dass ich Liebe lebe.
Liebe entsteht da, wo ohne Zwang, Hintergedanken und Schuldgefühl liebevoll gehandelt wird.
L
iebe wird größer dadurch, dass ich aus freiem Willen für jemanden sorge und ihn oder sie beschütze.
Liebe entsteht durch Großzügigkeit, Güte und Langmut.
Liebe wächst dort, wo ich anderen Menschen (ohne Hintergedanken) helfe.
Liebe entsteht, indem ich jemandem meine ungeteilte Aufmerksamkeit schenke.
Liebe wird sichtbar, wo ich mit anderen teile.
Liebe entsteht, wenn ich andere Menschen an mich heranlasse und mich ihnen zuneige.
Liebe gedeiht, wenn mir das Wohl anderer Menschen am Herzen liegt (ohne mich selbst aufzugeben).

Manchmal kann man Liebe sogar in klaren, konsequenten und kurzfristig schmerzhaften Entscheidungen entdecken, wenn nur dadurch ein höheres Ziel erreicht werden kann.

Ist Liebe nun ein Gefühl oder ein Verb? Für mich ist es beides: ein Gefühl und eine Tätigkeit.

Das Gefühl der Liebe kann man nur genießen. Liebe als Gefühl zu betrachten ist also eher passiv.
Aber indem ich Liebe auch als eine Tätigkeit betrachte, kann ich aktiv werden und mehr Liebe in die Welt bringen. Einfach, indem ich entsprechend handle. Vielleicht nicht jeden Tag. Aber vielleicht immer öfter.

Wann, wie und wodurch könnten Sie ein klein wenig mehr Liebe in die Welt bringen?“

http://www.zeitzuleben.de – Newsletter 620, 19.08.2012.

Advertisements

Neue Route – Tag 11

Ja, ich lebe noch. Ja, ich war zu faul zu schreiben und ja, es hätte schon einige interessante Themen gegeben. Aber hier bin ich -jetzt!
Ich habe zwei Bewerbungen geschrieben und bin mit dem neuen Debbie Ford Buch ‚Courage‘ 3/4 durch. Nach 2 Tagen. Das ist ein absolutes Novum für mich.

Was ist so passiert und wie geht es mir?
Woche 4 ohne Arbeit ist fast rum. Und es geht mir seit langem so gut wie nie. (Jetzt wird es kitschig, Achtung!) Ich höre Dinge anderes, ich nehme neue Dinge wahr, ich freue mich über kleine Dinge. Vielleicht so ein bisschen wie frisch verliebt sein? Gleichzeitig frage ich mich, wie ich dieses Gefühl beibehalten kann, wenn ich wieder arbeite und dann fühlte ich mich wie in einer Art ‚Elternzeit‘. Ein Zeitabschnitt den man nimmt, weil etwas kleines, zartes gepflegt werden muss, bis es ein bisschen mehr für sich selbst sorgen kann. Und genau das werde ich tun: Mein kleines, zartes ‚Wohlfühl-Pflänzchen‘ pflegen, bis es groß genug ist, dass es tagsüber alleine bleiben kann 🙂

Das Thema der Woche war Rassismus.
Es gibt Themen, die sind irgendwie immer präsent, weil jeder sie kennt. Wir haben uns irgendwann aufgrund von schulischer Bildung oder eigenen Erfahrungen eine Meinung dazu gebildet und dümpeln damit so durch’s Leben. Und dann auf einmal passiert etwas und wir haben einen emotionalen Bezug dazu, sowie die Chance alles nochmal neu zu überdenken.
So geschehen letzte Woche, als mich ein Mann ansprach und als erstes fragte, ob es für mich ok sei, dass er nicht aus Deutschland kommt. Man, was habe ich mich (fremd)geschämt.
Gut, um das vorweg zu nehmen: Natürlich gibt es verschiedene Geschmäcker und gewisse äußerliche Merkmale, die kulturell bedingt sind, wie Hautfarbe, Größe, was auch immer. Und wenn man ein gewisses Beuteschema verfolgt, dann passt nunmal nicht jede Kultur hinein, ganz davon abgesehen, welcher Nation dieser Mensch entstammt. Das mag dann vielleicht als etwas intolerant rüberkommen, ist aber in erster Linie einfach nur persönliche Präferenz.
Dass aber jemand die Notwendigkeit sieht mich dies zuerst zu fragen, fand ich schon ziemlich -nennen wir es- aussagekräftig. Die meisten hätten eher wenig Interesse, wenn sie rausfinden, aus welchem Land er kommt. Zum Spaß hat er schonmal so getan, als käme er von anderswo und das war wiederrum kein Problem. Also auch noch eine Form von Selektionsrassismus in meinem Land. Die anderen Geschichten trete ich nicht breit, aber mich hat viel mehr geschockt, wie präsent das Ganze immer noch ist. Und ich sage ‚immer noch‘, weil ich doch wirklich den naiven Glauben hatte, dass sich das Thema Rassismus in Deutschland verbessert hätte.

Welche Frage stellen wir uns zuerst -wie immer?? Genau: Was hat das mit mir zu tun? (Schön, dass Ihr aufgepasst habt!!! 🙂 )
Meine Meinung ist, dass wir in Deutschland aufgrund der Kriegsereignisse ‚kulturgeschädigt‘ sind. Wir durften lange unsere Kultur nicht ausleben, vieles davon wird mit Nationalsozialismus in Verbindung gebracht. Stolz sein auf das ‚deutsche Vaterland‘ geht natürlich gar nicht. Fahnen werden nur zur Fussball EM/WM rausgehängt. Wir haben uns schlichtweg seit 1950 nicht neu erfunden.
In meiner Weiterbildung zum interkulturellen Trainer haben wir uns tagelang mit der Frage auseinandergesetzt, was ‚deutsche Werte‘ für uns sind und haben dabei herausgefunden, dass die meisten Leute ihr ‚deutsches Selbstimage‘ negativ bewerten. Und ausser ‚Ordnung, Gemütlichkeit, Effizienz, technischem Fortschritt, Intoleranz, Meckernation, Bier & Brezn‘ ist uns nicht viel eingefallen.
Ist Euch schonmal jemand begegnet, der gesagt hat, dass er stolz darauf ist aus Deutschland zu kommen? Was schätzt Ihr denn an unserem Land?

Es gab sogar eine Zeit während meines Studiums in England, da habe ich aufgehört zu organisieren und zu planen. Weil die Leute immer gesagt haben ‚Ach, typisch Deutsch, Du bist wieder so organisiert und hast an alles gedacht!‘. Mir war das peinlich! Ich dachte ‚Oh je, die denken, ich bin sehr deutsch‘, das wollte ich natürlich nicht, denn es war mir unangenehm. Es war so ‚unsexy‘ und ‚uncool‘ und begleitet von einem ständigem ‚And whatever you do, don’t mention the war‘ oder ‚Was, Du kommst aus Deutschland UND hast Humor…?‘  (Den Teil über unrasierte deutsche Frauen lasse ich jetzt weg).
Ich würde mir wünschen, dass sich das einfach ändert. Nicht im Ausland, nicht für die Anderen, aber für uns selbst. Ich glaube, es ist bereits ein Stück weit besser geworden, aber noch lange nicht da, wo es sein könnte. Wenn wir unsere eigenen -kulturellen- Werte definieren und ausleben würden, wären wir vielleicht nicht so darauf angewiesen immer die der anderen Kulturen in unserem Land schlecht zu machen und zu zerpflücken. Schliesslich spiegeln die uns doch nur das, was wir selbst nicht haben und nicht nachvollziehen können: eine intakte Wertekultur und das macht sie so ‚anders‘ und ‚fremd‘.

Mir hat das Thema also diese Woche einen spontanen Denkanstoss beschert, einen, den ich zwar letztes Jahr (ziemlich genau vor einem Jahr) schonmal hatte, aber nicht zuende geführt habe und mir war vor allem nicht bewusst, wie unbeendet er noch geblieben ist, also werde ich ihn nochmal neu ‚anstossen‘ und die neuen Ideen auch gleich mit in mein Konzept für das interkulturelle Training & Coaching mit aufnehmen. Was ein glücklicher zu-Fall!! *zwinker*

 

Danke für’s Lesen und Euch allen einen guten Start in die neue Woche!

Warrior

„When a warrior is present and awake to all that she is, she is able to take on any challenge, any project, or any future that she desires. Her daily prayer is to have the strength to love all of herself, the courage to listen to what she is guided to do, and the confidence to go out, stand tall, and deliver her gifts to the world.“

– Debbie Ford

Glücklich

„Wenn mich jemand gefragt hat, ob ich dann arbeitslos bin, hab ich immer gesagt: nein, ich bin glücklich.“

– Franziska Kroll

Neue Route – Tag 4

Ich bin immer noch zuhause bei meiner Familie, daher auch die wenigen Einträge. Man kommt ja zu nichts! *lach*
NRW erlebt heute den heissesten Tag des Jahres und ich mitten drin. Ich denke schon darüber nach heute Nacht nach Hause zu fahren, alles, nur nicht der Sonne ausgesetzt sein und schon gar nicht im Auto.

…und welch geniale Überleitung zum Thema der letzten beiden Tage: Weltuntergang am 21.12.2012. Wie seht Ihr das?
Also ich für meinen Teil habe einfach mal den Job gekündigt und werde die letzten 4 Monate bis Dezember geniessen. Ich wollte nicht am Schreibtisch sterben *totlach*
Es gibt ja wirklich Blogs und unzählige Seiten zu dem Thema, die wiederrum unzählige Verschwörungstheorien von Sonnenstürmen, Planet X, göttlichen Gewalten und -sie dürfen natürlich nicht fehlen, unsere Freunde aus den anderen Galaxien- Ausserirdischen breit treten.
Und natürlich der neueste Trend: Das Event ‚Weltuntergang Aftershow Party‚ liken auf Facebook.

Woran ich allerdings wirklich glaube ist tatsächlich ein Sonnensturm. Ob der nun rein zufällig am 21.12. kommen wird, wer weiss. Immerhin können wir das aktuell 6h vorher feststellen. Na, immerhin. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Im Winter hätten wir dann schon mal nicht so viele Probleme mit der Kühlung. Bei einem Sonnensturm der heftigen Art könnte es nämlich passieren, dass wir einige Tage/Wochen/Monate keinen Strom mehr haben. Heizung hätten wir dann allerdings auch keine. Wahrscheinlich auch kein sauberes Trinkwasser, natürlich kein Internet. Ich meine, das wäre ja schon Weltuntergang genug für unsere industrialisierte Welt. Sicherlich wird der Ein oder Andere dann aufgrund von fehlendem Strom auch umkommen, z Bsp. im Krankenhaus oder weil die Defibrilatoren nicht mehr gehen. Aber ich denke nicht, dass gleich der ganze Planet untergehen wird.

Achja, lustig fand ich auch die Theorie über das schwarze Loch in Genf. Die sollen mal lieber aufpassen, wo die das Higgs-Boson Teilchen hinschiessen. Aber würde mit einem schwarzen Loch auch der Strom weggehen?

Naja, ein kleiner Vorrat an Kerzen, Batterien (für den Weltempfänger *lol*), Trockennahrung und Trinkwasser kann evtl. nicht schaden.
Und eine kleine Solarzelle für den Betrieb von heimischen Geräten (insofern die Technik nicht komplett lahm gelegt wird durch die elektromagnetischen Strömungen der Sonne) könnte auch hilfreich sein: Changers.com. Immerhin wollen wir ja alles dokumentieren und aufzeichnen, so dass wir weiter bloggen können, wenn dann Strom und Internet wieder da sind.

Möchte jemand mit mir den Weltuntergangskalender produzieren und vertreiben, statt des Adventkalenders? Ich wollte den ja füllen mit Teelichtern, Batterien, Vitaminpräparaten usw., falls dann doch ’nur‘ der Sonnensturm kommt. Meine Freundin meinte ‚Nein, da müssen Kondome und kleine Schnäpse rein, damit man die letzten 3 Wochen nochmal die Sau raus lassen kann‘. Gut, dann eben 2 Versionen.

Viel spannender: Werden wir nun dieses Jahr mehr Weihnachtsgeschenke kaufen oder weniger? Werden mehr Familien sich aussöhnen oder verstreiten?

Und, wie werdet Ihr die letzten 4 Monate vor dem ‚Weltuntergang‘ verbringen? Werdet Ihr am 20. oder 21.12. entspannt zu Bett gehen und schlafen?
Was wird die Menschheit tun, wenn so ein Sonnensturm wirklich am 21.12. rumstürmt? Die stromfreie Zeit nutzen, um mal in sich zu gehen und sich auf die Weisheiten der alten Völker zu besinnen??

Solarzelle für zuhause. Strom gewinnen, speichern und alle Kleingeräte zuhause mit eigenem Ökostrom aufladen: Changers.com
http://www.2012-blog.de/2012-theorien/
http://www.21dezember2012.org/

Neue Route – Tag 1

So, es ist soweit. Heute ist mein 1. offizieller Tag, an dem ich nicht mehr in einem Arbeitsverhältnis stehe. Mein Vertrag mit meiner alten Firma endete gestern. Ab jetzt: Nur ich!
Wie sich das anfühlt? Eigentlich wie Urlaub, nur noch ein Stück freier und entspannter, weil es vorerst kein Enddatum gibt. Nicht dieses ‚Hach, nur noch 2 Tage Urlaub und dann geht der Wahnsinn wieder los…‘ Eigentlich ein sehr geniales Gefühl 🙂
Probiert es doch mal aus! *grins*

Das Wort des Tages ist: Verantwortung.
Lustig, ‚ver-antworten‘. Also antworten. Antworten auf eine Aktion oder Handlung. Antworte ich gerne oder eher nicht? Antworten wir dann freiwillig, mit einer Re-Aktion oder erneuten Handlung? Tun wir das gerne?
Also ich dachte immer, ich bin gut mit Verantwortung. Aber ich glaube, bisher habe ich das nur im Rahmen einer Firma gelernt, wenn ich meine Handlungen im Rahmes eines Jobs ver-antworte. Da gibt es Regeln an die man sich halten kann, Standards, Prozeduren usw. Aber im eigenen Leben? Gibt es da Regeln und Prozeduren? Wenn ja, wann und wie habe ich diese festgelegt? Dienen sie mir oder sind sie eher hinderlich? Gehe ich da gerne in die Verantwortung oder meide ich eher verantwortungsvolle Dinge? Vielleicht sollte ich dann mal über meine Regeln und Prozeduren (=Muster) nachdenken und schauen, wie sie mich fördern oder hindern.
Und wie ist das bei Euch so? Was (ver)antwortet Ihr? Gerne oder ungerne?

Gebührend begehe ich diesen Tag mit einer runden Geburtstagsfeier in der Familie. Wie passend! Welch ein Zufall! 🙂

 

Urlaub – Tag 16

So, ich schlunze rum, ich weiss und die letzten Posts waren nicht so wirklich informativ. Aber nach 2 Tagen ohne Internet und einer verfrühten Abreise in die elterliche Heimat hänge ich hinterher.

Heute war mein offiziell letzter Tag bei meiner alten Firma. Ab morgen: ARBEITSLOS oder berufliche Neuorientierung 🙂 Ich darf mir noch ein Wort überlegen, mit dem ich demnächst meine Überschriften fülle statt ‚Urlaub’….

Und: Ich bin happy. Entspannt. Ich weiss manchmal nicht mehr welchen Wochentag wir haben und ich plane nicht mehr so viel voraus. Wie sagte meine Freundin vor 2 Tagen: Manchmal ist es wichtig einfach nur zu akzeptieren, dass man die Situation weder positiv noch negativ verändern kann, dass man einfach ‚feststeckt‘, das Neue ist noch nicht erkennbar, das Alte wollen wir auch nicht mehr… Es ist einfach noch nicht so weit, aktuell gibt es keine Lösung. Hier ist mein Loslassen (vergleiche Post Urlaub – Tag 13), mein Annehmen des nicht Veränderbaren und warten, bis sich ein Knoten löst, statt krampfhaft eine Veränderung herbeiführen zu wollen. Umso mehr wir gegen etwas ankämpfen, umso mehr Energie geben wir hinen, umso mehr fehlt sie uns dort, wo wir sie brauchen! „What you resist, persists“ (Debbie Ford). Ich lehne mich also zurück und lasse das Universum mal machen!

…und das tue ich am elterlichen Herd, wo ich Gast bin und verwöhnt werde. Könnte schlimmer sein! 🙂

Urlaub – Tag 14

Offizielle Zeit des Todes: irgendwann letzte Nacht.
Mein Modem ist anscheinend gestorben. Ganz alleine, in meinem Wohnzimmer.
Kein Internet mehr und dann bemerke ich, dass die Lämpchen für DSL, WLAN und Telefon nicht mehr leuchten. Dummerweise ist auch gleichzeitig mein Datenempfang auf dem Handy gestört, so dass ich schon O2 verdächtigt habe, aber es ist wohl ein Fall von Hardware-Sterben.
Daher nur ein kleiner Post heute. Wieder keine Morgenseite geschrieben, wieder nicht richtig geblogged. Wer weiss, wozu es gut ist!
Ruhet in Frieden!

Urlaub – Tag 13

Puh… Anstrengend. Ich habe mich gestern mit einer Freundin 5h in der prallen Sonne auf einem Flohmarkt rumgedrückt und Sachen verkauft ..und wieder was über die Menschheit gelernt und ihr Verständnis von Wert. Oder auch meinen eigenen Wert.

Erstensmal war ich es mir nicht wert Sonnencreme aufzulegen, obwohl ich wusste, dass es ein sonniger Tag wird und wir ggf. ohne Schatten da stehen. Meine Arme und meine Nase zahlen nun dafür. Ich hoffe nur, dass es nicht pellt und kein Hautkrebs wird. Nennt man das Faul- oder Dummheit?
Dann wurden wir gefleddert wie ein Kadaver von Aasgeiern. Ich übertreibe nicht. Bevor ich einmal blinzeln konnte hatten mind. 15 Personen unsere Kartons, Taschen und Säcke zur Hälfte geleert, alles aufgerissen und alles auf unserem Tisch und dem Boden zerstreut. Gleichzeitig handelte ich nicht um Euro, sondern um Centpreise und das nicht bei gebrauchter Unterwäsche, sondern funktionstüchtigen, nicht mehr als 2 Jahre alten Elektroartikeln. Wie oft durfte meine Freundin sich anhören, dass ihre Schuhe doch älter sind, als sie versucht den Käufern zu erzählen….?! Und Leute lassen Sachen liegen, die ihnen 50 Cent zu teuer sind. Z Bsp. €1,50, statt €1,00.

Aber, wie sagt Hagen Rether immer so schön: Was rege ich mich auf?

Stattdessen frage ich mich (und ich mag die Überleitung zum vorherigen Post Urlaub – Tag 8):
Was hat das mit mir zu tun?
Wieso werden mir fast 8 Artikel gestohlen, während meiner Freundin kein einziger geklaut wird?
Wieso mache ich trotzdem noch €160 Einnahmen und meine Freundin ’nur‘ um die €40?

Man (wer ist das überhaupt? Oder ‚jeder‘? Wer zählt sich zu ‚jeder‘?) könnte jetzt argumentieren, dass meine Artikel einfach mehr Wert hatten. Aber hatten sie das wirklich? Wieso wird mir 1 Paar Schuhe von 2 geklaut, während meine Freundin um die 6 Paar da liegen hat und keines wird geklaut oder verkauft?
Welchen Reim mache ich mir auf die hohe Einnahme, aber den gleichzeitgen Verlust von Dingen?
Und wisst Ihr was? Es hat mich so beschäftigt, dass ich gestern abend nicht einschlafen konnte.
Ich war nämlich sauer mit mir selbst!

Wieso?
Ich hätte durchgreifen sollen, hätte Stop! schreien sollen, hätte aufmerksamer sein sollen, hätte die Leute ‚managen‘ sollen. Ich hätte Verantwortung übernehmen sollen für meine Gegenstände, für meine Wertsachen. Schönes deutsches Wort: Wert-Sachen. Sachen, die was wert sind.
Und ich verkaufe einiges unter Wert. Hauptsache, es kommt weg, Hauptsache, es steht nicht mehr in meinem Keller und ist Ballast. Und trotzdem wurmt es mich.
Ich frage mich nämlich: Wenn ich mal freiberuflich arbeite, werde ich mich auch unter Wert verkaufen? Wieso verkaufe ich Dinge zu Preisen, von denen ich denke, dass sie für andere ok sind, statt zu Preisen, die ich ‚wertgerecht‘ finde?
Wieso lasse ich andere so mit meinen Sachen umgehen? Wieso komme ich erst in die Situation, dass mir Dinge geklaut werden? Vor allem mehrere Sachen, nicht nur eine.

Ich sehe viel Potenzial für eine große Lernkurve.
1) Verantwortung übernehmen für das, was mir etwas wert ist (das ist ja immerhin schon zur Hälfte getan mit diesem Projekt)
2) Was ist mein Wert? Was bin ich mir wert? Was ist für mich wert-voll? Welche Werte sind mir wichtig im Leben? (Hach, wieder ein Wortspiel 🙂
(Und ‚Wert‘ hat natürlich auch etwas mit Geld zu tun. Wieso haben viele viel und andere gar nichts? Das liegt meiner Meinung nach nicht an Intelligenz 🙂

Was mir bleibt ist der Versuch wieder dem Universum zu vertrauen. Damit, dass es denen, die meine Sachen ohne ‚Ausgleichswert‘ mitgenommen haben ihren ‚optimalen Ausgleich‘ bescheren wird (Ihr versteht schon, was ich meine *zwinker*)

…und erzählt sei hier auch von der Dame, der ich €2 zu viel Wechselgeld gegeben habe und die nochmal kam, um es mir zurückzugeben mit den Worten ‚Ich bin ehrlich!‘. Auch für sie wünsche ich mir, dass sie ihren ‚optimalen Ausgleich‘ vom Universum erhält.
…und die Dame, die uns geholfen hat, den Tapeziertisch aufzubauen mit dem Worten: ‚Ich ertrage es nicht, wenn sich Leute mit etwas rumquälen!‘ 🙂

So lange wir keine Flöhe vom Flohmarkt mitgebracht haben……