Urlaub – Tag 1

Zuhause.
So richtig angekommen ist es noch nicht. Ich bin müde, habe ausgeschlafen, aber habe das Gefühl, dass mir die letzten Wochen in den Knochen stecken.
Habe meine Finanzen sortiert, einmal tief eingeatmet und mir vorgestellt, wie ich nachts schweissgebadet aufwache und mir Sorgen mache. Ich habe ein paar Tausend Euro, die -wenn kein großer Autoschaden, kein kaputter Kühlschrank oder dergleichen dazwischen kommen- mind. 4 Monate reichen sollen. Naja, ’sollen‘ *lol*… Sie müssen…. Nein, Stop! Was haben wir im NLP-Kurs gelernt: ’sie dürfen!!‘

To do: Zielsatz für minimalen Geldverbrauch erarbeiten, verankern und manifestieren.

Pläne für die ersten Tage: Täglich meditieren. Jeden Morgen ‚Morgenseiten‘ schreiben. Debbie Ford’s ‚Dark Side of the Light Chasers‘ zuende lesen. Mindestens alle 2 Tage das Hörbuch von Pema Chödrön hören (Danke, Johannes!).

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Gestern gab es Blumen für mich….und Muffins von mir für die Kollegen.

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Im Auto gestern abend auf dem letzten Weg zurück vom Büro war ich einfach nur dankbar. Dankbar für die netten Menschen, die ich in den letzten 4 Monaten kennengelernt habe. Dankbar für die Erfahrungen, die ich in nur 4 Monaten gemacht habe. Dankbar dafür, dass ich endlich mal getan habe, was mein Bauchgefühl gesagt hat, auch, wenn mein Kopf dagegen war. Dankbar dafür, dass ich so viel Unterstützung, Zuspruch und Bewunderung für meine Entscheidung erhalten habe.
Dankbar für das Wissen und das Vertrauen, dass alles so wie es jetzt ist genau richtig ist und genau so ist, wie es das Universum für uns geplant hat!

Aber -first things first- jetzt gehe ich erstmal einkaufen! 🙂

Wochenende

Ich schreibe einer lieben Freundin und wünsche ihr am Ende der Mail ein schönes Wochenende. Wie man das halt so wünscht, freitags oder samstags.
Dann denke ich: Wünscht man Leuten, die selbstständig sind ein schönes Wochenende? Arbeiten die nicht immer? Oder freue ich mich demnächst noch auf die Wochenenden, wenn ich unter der Woche nichts getan habe, was vergleichbar ist mit einer 35-40h Arbeitswoche???
Was macht eigentlich ein Wochenende aus?? Dass man wegfährt? Dass man frei hat? Dass man feiern geht? Dass man ausschläft? Dass es das Ende der Woche ist?

Update

Die Agentur für Arbeit hat mich erfolgreich meiner Heimatstadt zugeteilt, in der ich seit 4,5 Jahren nicht mehr lebe. Ich habe dort am Dienstag einen Termin. Aha.

Mittlerweise konnte ich online bei jobboerse.de meine Daten (wieder) ändern, so dass jetzt (wieder) die Agentur für Arbeit in Frankfurt für mich zuständig ist. Wie schön.

Heute habe ich nochmal frei. Mein Chef hat uns aber zum Teammittagessen eingeladen, so muss die Agentur für Arbeit (wieder) ein paar Tage warten. Ich besuche sie dann nächste Woche. Freunde meinten, dass ich mir gar keine Sorgen machen muss, es gibt schliesslich die Abteilung für Akademiker. Da sei nie was los und man kommt immer schnell dran. Aha. Meiner Freundin hatten sie eine Position als IT Business Analyst angeboten und eine bei einer Verwaltung. Klang wie Zollamt oder so, es ging um Ein-/Ausfuhr. Wir haben weder das Eine, noch das Andere verstanden und sie hat sich weder für das Eine, noch das Andere beworben. Aber sie verreist auch. Für länger und braucht keinen Job mehr.

In diesem Sinne: Frau Sch. und Herr K., happy world trip, paßt auf Euch auf!
Ja, wir sind hier mehrere, die versuchen dem schnöden Alltag zu entkommen und etwas selbstbestimmter zu leben *verschwörerisch in die Runde guck*

Freiheit

Auszug aus einer E-Mail an einen guten Freund letzte Woche:

„Ich weiss aber auch, dass es Leere und ‚große Stille‘ geben wird. Das kann entweder sehr entspannend/meditativ werden, wenn ich es aushalten kann oder sehr sehr beängstigend, wenn ich in Panik über Zukunft und Geld verfalle. Ich versuche momentan es als Herausforderung und Lernprojekt zu sehen, vllt mache ich sogar einen Projektblog darüber.“ (Anm. d. Red.: Aha! Gute Idee!) „Mein Ziel ist die Leere/Stille aushalten zu können und mich einfach dem Universum anzuvertrauen, was mir m.M.nach noch zu wenig gelingt. Also visuell gesprochen sehe ich da einen riesengroßen See und ich stehe am Ufer und höre nur das Schilf rauschen. Total schön, ich kann mich selbst atmen hören, so ruhig ist es, aber die Grenze zu ‚Warum ist hier niemand? Ich bin verlassen/verloren!‘ ist sehr sehr haarscharf. Spannend!“

Zeit

„Manchmal habe ich so Panik, dass ich zu wenig Zeit für was haben werde, dass ich noch mehr Zeit damit verbringe mir Sorgen um die Zeit zu machen, als sie aktiv zu nutzen.“

– XK

Es hat angefangen….

9.30h. Ein verpasster Anruf. Ich bin gerade erst aufgestanden, da ich frei habe. Eine lokale Festnetznummer. Ich rufe zurück. ‚Willkommen bei Ihrer Agentur für Arbeit. Dies ist eine Nummer, die ausschliesslich für abgehende Anrufe verwendet wird.‘

Aha. Wow. Die sind schnell.
Erst gestern Nachmittag -vielleicht so gegen 15.00h- habe ich mich auf jobboerse.de arbeitssuchend gemeldet.

Arbeitssuchend. Also ich gebe zu, dass ich so richtig gar nicht suche. Zumindest im Moment nicht. Und zumindest nicht nach einer neuen Vollzeit Festanstellung.

Ich liebe all diese deutschen Worte. ‚arbeitssuchend‘, ‚arbeitslos‘, ‚Festanstellung‘, ‚Vollzeit‘.

Ich möchte den August ‚frei machen‘. Ja genau, einfach frei. Ich höre schon all die Stimmen, die sagen ‚Oh ja schön. Auf unsere Kosten den Sommer geniessen und sich auf die faule Haut legen.‘
1. Welchen Sommer? Wir sind in Deutschland
2. Da ich gekündigt habe erhalte ich sowieso für die ersten Monate keine Zahlungen.
‚Das wird ja immer bunter‘ werdet Ihr sagen. Ja genau, das ist es: bunt!

Hello world, hello happy workers!

Project Start

I handed in my notice yesterday. I have worked with my new company for 3,5 months. I do not have a new job. As of August 2012 I will be unemployed…
…happily! I am looking forward to it. Really. In German we call this ‚berufliche Neuorientierung‘, a career re-orientation. It can mean anything from ‚I was made redundant‘ to ‚I couldn’t stand the job anymore‘. For me it is more like ‚I am sick of doing unfulfilling jobs and wasting 8 hours a day on doing tasks, which leave me as a cold as a frozen fish‘.
Don’t get me wrong, I always really liked my colleagues and workplaces. I had anything from 5* hotels, to the 23rd floor of a modern office building with a beautiful view over Frankfurt and a small manor house in the country side. I had free breakfasts, free lunches, medical insurance, bonuses, promotions, well-known international companies, trainings and nice bosses I still keep in touch with. But I still wasn’t happy.
So here I am now, with no job and happy. So one could count one and one together and assume that money involves unhappiness and happiness involves poverty. Nice belief to have. I have it, too. But with me the radical decisions always work best. I terminated my rental contract and started looking for a flat and found the perfect retreat for myself 2 years ago. I decided I wanted a Peugeot 307cc and 3 weeks later someone offered me one. It’s not ‚I wait until the right guy comes and then I get married‘, it’s ‚I want to get married and now I’ll go and find the right guy‘.
So for me this time it won’t be ‚hanging in an unfulfilling job until I find something better‘, it is

‚Focussing 100% and then getting the lifestyle I want!!‘

How? No idea!
This project will tell the story of how I am going to accomplish it! Follow me!!